Aerobic

Aerobic

Was in den 1960er Jahren als eine Erfindung des amerikanischen Militärarztes Kenneth Cooper entstand, wurde innerhalb kürzester Zeit zu einem wahren Trend. Dieser hat sich bis in die heutige Zeit bewährt. Die Rede ist von Aerobic. Es handelt sich dabei um eine Form des Ganzkörpertrainings, bei dem rhythmische Bewegungen zu temporeicher Musik ausgeführt werden. Durch die Kombination verschiedener Grundschritte ergibt sich eine Art Choreografie.

Die Aerobic-Einheiten finden in der Regel unter der Anleitung eines geschulten Trainers statt. Da mittlerweile nahezu jedes Fitnessstudio einen derartigen Kurs anbietet, lässt sich Aerobic in den meisten Städten ausüben. Wahlweise kann das Workout auch in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden. Dank einer breiten Palette an Trainings-DVDs auf dem Markt, lassen sich die korrekten Ausführungen zuhause nachvollziehen. Allerdings bringt das Aerobic-Training in der Gruppe die Vorteile des Spaß- und Motivationsfaktors mit sich. Zusätzlich wird dabei noch das als Glückhormon bekannte Endorphin freigesetzt.

Aerobic: Inhaltsverzeichnis

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Überblick

Die Sportmethode gibt es in vielen verschiedenen Formen. Beispiele sind Salsa-, Hip Hop- oder Step-Aerobic. Ein entscheidendes Merkmal ist, dass Aerobic aufgrund unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade von jedem genutzt werden kann. Bei der als Low-Aerobic bezeichneten Variante kommen entweder einzelne Schritte oder Schrittkombinationen, bei denen die Arme mit eingesetzt werden, vor. Besonders für Einsteiger ist diese Variante geeignet. Ein wesentlich intensiveres und anspruchsvolleres Training bietet High-Aerobic. Hier werden Lauf- und Sprungbewegungen miteinander verknüpft. Das Mixed Aerobic kombiniert die ersten beiden Methoden und eignet sich daher für Fortgeschrittene.

Als Sportart bietet Aerobic eine Vielzahl an wünschenswerten Auswirkungen auf den Körper. Wer sich für diese Methode entscheidet und von ihren Vorteilen profitieren möchte, sollte drei Mal eine halbe Stunde pro Woche trainieren.

Beschreibung

Die gesundheitlichen Vorteile des regelmäßigen Aerobic-Trainings sind äußerst vielfältig. In erster Linie lässt sich das Herz- und Kreislaufsystem stärken. Zugleich werden die Ausdauer, die Beweglichkeit sowie die Koordination verbessert. Etwa 400 bis 450 Kilokalorien lassen sich bei einer Stunde Training verbrennen. Somit besteht hier die Chance, überschüssige Pfunde purzeln zu lassen. Besonders größere Muskelpartien wie die Beine, der Rücken, das Gesäß und der Bauch werden gestärkt. Das hat positive Auswirkungen auf die Körperhaltung.

Besonders älteren Menschen ist Aerobic wegen den folgenden beiden Vorteilen ans Herz zu legen. Zum einen erhöht sich durch regelmäßige Einheiten die Knochendichte, wodurch Osteoporose vorgebeugt werden kann. Andererseits lässt sich dem Schrumpfen des Hippocampus entgegenwirken. Womöglich wird dieser Begriff den wenigsten etwas sagen, obwohl ihm eine ganz entscheidende Rolle zuteilwird. Vereinfacht gesagt handelt es sich nämlich dabei um einen Teil des Gehirns, in dem Gedächtnisstörungen entstehen können. Eine US-amerikanische Studie beweist, dass sich mit regelmäßigem Aerobic-Training, der Verkleinerung dieses Bereichs entgegenwirken lässt, sodass beispielsweise das Risiko einer Demenz gemindert wird.

Aus eben diesen Gründen ist Aerobic für Senioren geeignet. Das Training empfiehlt sich allerdings für jede Altersklasse. Weil das Workout in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchgeführt werden kann, ist es der Fitnesszustand nicht entscheidend.

Grundsätzlich besteht eine Aerobic-Einheit aus drei Stufen. In der ersten Phase werden leichte Übungen im Stehen durchgeführt. Ebenso ist ein leichtes Laufen möglich. Wichtig ist, dass zunächst die Muskeln, Gelenke und Sehnen auf das bevorstehende Training eingestellt und aufgewärmt werden. Nach etwa acht bis zehn Minuten folgt die Cardio-Phase, die den Hauptteil darstellt. Sie dauert zwischen zehn und 40 Minuten. Die dazu laufende Musik gibt den Takt der rhythmischen Bewegungen vor. Hier kommen sogenannte Low-Impact und High-Impact-Übungen vor. Low-Impact bedeutet, dass immer ein Fuß auf dem Boden bleibt. Die schwierigeren High-Impact-Ausführungen sehen vor, dass beide Beine kurzzeitig den Untergrund verlassen. Beide Praktiken haben gemeinsam, dass die Arme und die Beine zugleich eingesetzt werden.

Den Abschluss findet das Training durch die rund fünfminütige Abwärmphase, bei der Kräftigungsübungen in langsamem Tempo ausgeführt werden. Das ist im Stehen, Sitzen oder Liegen möglich. Außerdem werden die Muskeln gedehnt, um sie nach der Belastung wieder zu entspannen.

Risiken

Das Risiko bei Aerobic ist als ziemlich niedrig einzustufen. Mögliche Probleme können höchstens dann auftreten, wenn die Belastungen falsch gewählt werden. Die Folge wären dann möglicherweise Gelenkschmerzen. Kreislaufbeschwerden sind eine andere Konsequenz, wenn sich der Sportler vor allem anfangs zu viel zumutet. Durch die Aufsicht eines geschulten Trainers kann der Fitnesszustand eingeordnet und dementsprechend der richtige Schwierigkeitsgrad gewählt werden.

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Quellen/Redaktion

Autor:

Stephan Paul

Medizinisches Review:

Derzeit in Bearbeitung


Quellen:

Keine Quellenangaben