Alkoholvergiftung

Alkoholvergiftung

Wird übermäßig Alkohol konsumiert, kann eine Alkoholvergiftung auftreten. Durch die Aufnahme des Magen-Darm-Traktes gelangt der Alkohol in den Blutkreislauf und verursacht die unterschiedlichsten Symptome. Mit welcher Geschwindigkeit der Alkohol in das Blut aufgenommen wird, hängt unter anderem davon ab was und wie viel Nahrung vorher konsumiert wurde, somit ist die getrunkene Alkoholmenge nicht bei jedem gleich wirksam und immer individuell zu betrachten.

Die Alkoholvergiftung wird in vier Stadien unterteilt und beginnt mit verlängerter Reaktionszeit und Enthemmung. Im weiteren Verlauf ist ein schwankender Gang mit verwaschener, unklarer Sprache zu beobachten und im Stadium zwei verstärken sich diese Symptome bis zu schweren Sprachstörungen sowie schlaffem Muskeltonus und das Erinnerungsvermögen kann beeinträchtigt sein. Im Stadium drei ist der Betroffene nicht mehr erweckbar und es können unkontrolliert Harn und Stuhlgang abgehen. Im vierten Stadium sind alle Schutzreflexe erloschen und es kann Atemstillstand entstehen. Betroffene mit übermäßigem Alkoholkonsum sind stets gefährdet auszukühlen, da die Blutgefäße durch den Alkohol erweitert werden und der Körper schneller auskühlt.

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Erste Hilfe Maßnahmen: Was tun bei Alkoholvergiftung?

Bei einer Alkoholvergiftung sind folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Überprüfen Sie zu allererst das Bewusstsein des Betroffenen durch lautes Ansprechen.
  2. Rufen Sie ggf. den Rettungsdienst (112)
  3. Ist der Patient bewusstlos, führen Sie die stabile Seitenlage durch.
  4. Ist keine Atmung feststellbar führen Sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch.
  5. Decken Sie den Patienten zu, verhindern Sie eine Auskühlung.
  6. Unterstützen Sie den Patienten beim Erbrechen.
  7. Versuchen Sie ruhig auf den Patienten einzuwirken, vermeiden Sie Provokationen.
  8. Überprüfen Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes weiterhin das Bewusstsein und die Atmung.
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Weitere Informationen

Übersicht: Alle Erste Hilfe Maßnahmen von A bis Z

Quellen/Redaktion

Autor:

Markus Schwendele

Medizinisches Review:

Derzeit in Bearbeitung


Quellen:

Deutsches Rotes Kreuz: Handbuch für den Sanitätsdienst