Elektroenzephalografie (EEG)

Synonyme: EEG

Die Elektroenzephalographie ist ein Verfahren der Neurologie, das vor allem zur Erkennung und Unterscheidung von Krampfanfällen genutzt wird. Es werden Hirnströme gemessen. Dies geschieht durch Verwendung von mehreren Elektroden, die an vorgeschriebenen Punkten auf dem Kopf angebracht werden. Mit ihrer Hilfe werden elektrische Impulse in Form von Wellen aufgezeichnet. Die Wellen können durch erfahrene Neurologen und Wissenschaftler gedeutet werden.

Ein Elektroenzephalogramm (das ist die graphische Darstellung der Elektroenzephalographie) aufzuzeichnen dauert in der Regel 20 Minuten und ist schmerzfrei und ungefährlich. Außer zur Erkennung von Krampfanfällen wird häufig ein EEG bei Gehirnerschütterungen von Kindern durchgeführt, um Störungen der Hirnaktivität festzustellen. Des Weiteren kann ein EEG zur Messung der Narkosetiefe und zum Dokumentieren von Schlaf- und Wachphasen verwendet werden.

Elektroenzephalografie (EEG): Inhaltsverzeichnis

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Vorgehen / Durchführung / Anleitung

Um die Hirnströme zu messen, verwendet man für die Elektroenzephalographie ein standardisiertes System (10-20-System), bei dem die Elektroden an vorgeschriebener Stelle auf dem Kopf angebracht werden. Die elektrische Aktivität wird mittels Frequenz und Amplitude beschrieben. Dadurch entstehen charakteristische Bilder (Wellen), die man nach Art der Welle zusammenfassen kann. Die Amplitude liegt zwischen 5 und 200 Mikrovolt. Nach den Frequenzen werden die Wellen benannt. Es gibt Delta-, Theta-, Alpha-, Beta- und Gammawellen. Wache Menschen haben in der Regel überwiegend Alphawellen, in Erregungszuständen auch vermehrt Betawellen, während schlafende Personen mehr Thetawellen aufweisen. Krampfanfälle zeichnen sich durch verschiedene Muster aus. Der erfahrene Arzt vergleicht die Wellen und kann dadurch eine Diagnose erstellen.

Anwendungsgebiete

Vor allem wird die Elektroenzephalographie zur Diagnostik von Krampfanfällen zum Beispiel bei Epilepsie verwendet. Unterschiedliche Formen der Epilepsie lassen sich anhand des Musters unterscheiden. Andere Anwendungsgebiete sind die Feststellung des Hirntodes, die Messung der Narkosetiefe und die Schlafmedizin. Bei letzterer können die unterschiedlichen Schlaf- und Wachstadien unterschieden werden. Außerdem findet die EEG Anwendung bei starken Gehirnerschütterungen und auch zur Diagnostik bei Migräne.

Risiken und Folgen von Elektroenzephalografie (EEG)

Die Elektroenzephalographie ist eine ungefährliche Messmethode, bei der die elektrische Aktivität des Gehirns lediglich aufgezeichnet wird. Es gibt somit keine Risiken für Patient und Untersucher. Bei nasser Haut (Schwitzen) kann die Messung ungenau werden. Die Messung ist schmerzfrei.

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Quellen/Redaktion

Autor:

Eva von Kalm

Medizinisches Review:

Derzeit in Bearbeitung


Quellen:

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